Demografischer Wandel

Neue Herausforderungen entstehen in Europa durch den demografischen Wandel, der einen großen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen und die Beschäftigungssituation von Arbeitnehmern haben wird. Die abnehmende Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter und gleichzeitig steigende Zahl an älteren Bevölkerungsgruppen verschieben den demografischen Rahmen in bisher nicht gekannter Weise. Die demografische Entwicklung in Deutschland und anderen entwickelten Ländern ist überdies gekennzeichnet durch eine steigende Lebenserwartung, niedrige Geburtenraten und geringe Migrationsgewinne, was zu einem weiteren Anwachsen des Durchschnittsalters der Erwerbsbevölkerung führt.

Der demografische Wandel bewirkt, dass Nachwuchskräfte immer knapper werden, die Anzahl der Beschäftigten in der Altersklasse 40 – 49 Jahre abnimmt und sich das Schwergewicht auf die über 50-Jährigen verlagern wird. Darüber hinaus führt zum Beispiel in Deutschland der schrittweise Eintritt in die Rente mit 67 Jahren, die Abschaffung der Frühverrentung durch Altersteilzeitregelungen sowie die Entwicklung der Sozialversicherungssysteme dazu, dass Mitarbeiter deutlich länger im Unternehmen bleiben.

Im Rahmen von Simulationsrechnungen im Rheinmetall-Konzern ergibt sich auf Basis der beschäftigten Mitarbeiter bei konstantem Personalstand ein deutlicher Anstieg des Altersdurchschnitts und eine Schwerpunktverschiebung in die oberen Altersklassen. Vor diesem Hintergrund hat Rheinmetall verschiedene Handlungsfelder des Demografiemanagements in seinen Gesellschaften der jeweiligen Situation angepasst und steuert diese durch die Personalbereiche. Dies umfasst Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Qualifizierung und Weiterbildung, Arbeitsorganisation und -gestaltung sowie zum Arbeitszeitmanagement.

20102009
Durchschnittliches Alter in Jahren
Beschäftigte Rheinmetall-Konzern
43,343,3